Malte (23) aus Magdeburg

Zuerst ging es nach Whistler (Skigebiet) der kommenden Austragungsort für die Olympianiken, dann zum Joffrey Lake zu welchem wir durch tiefen Schnee gelangten, dann nach Lilooeet eine sehr an den Westen (Europa) erinnernde Kleinstadt, weiter nach Lytton mit dem Fraser und Thompson River, zum 70 Mile House mit einer sehr schönen Übernachtung am Watch Lake im Tall Timbers Resort (empfehlenswert!), dann nach Clearwater, den Helmcken Falls, über Kamloops nach Merritt und Kelowna durch das Okanagan Valley, auf den Giant’s Mountian, 100 km Abstecher in die USA, dannach nach Princeton, Hope mit den Othello Tunnels und dem unspektakulärem Hell’s Gate (einer Brücke über einem Fluss), zum schönen Harrison Hot Springs, dann wieder in die USA nach Anacordes, am nächsten und vorletzten Tag ging es wieder zurück nach Vancouver.
Gegen Abend sind wir wieder in Vancouver angekommen.

Carmen und ich wollen innerhalb der nächsten zwei Tage noch nach Banff, Anja hat Arbeit in Clearwater gefunden und Melanie wird ab morgen auf einer Farm arbeiten. So bringen wir sie noch zu ihrem Hostel… jetzt trennen sich unsere Wege allmählich. Wir geben das Auto zurück und haben noch ein wenig Zeit um mit dem Wasserflugzeug einen Rundflug über Vancover erleben zu können bevor die Sonne untergeht.
Mit dem Greyhound fuhren wir dann von Vancouver (Pacific Central Station) 13h in Richtung Banff, was im Staat Alberta liegt.

Banff ist eine sehr gemütliche Kleinstadt mit touristischem Charakter welche sich im Banff National Park befindet. Der Banff National Park war der erste National Park in Kanada und der dritte in der Welt. Er umfasst ca. 6,640 Quadratkilometer (2,564 Quadratmeilen) mit weiten Tälern, schneebedeckten Bergen, eisigen Gletschern, tiefen Wäldern, blühenden Wiesen, klaren Flüssen und eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt die wir genießen durften.

Ein weiterer Rundtrip mit einem Mietwagen ist nun in Planung und wir fahren von Banff aus in Richtung Calgary dann nach Drumheller (wo die Dinosaurier wohnen ;-)) weiter zum Rodeo nach Rocky Mountain House und zum Abspannen nach Jasper. In Jasper genossen wir dann Vielfältigkeit der farbenfrohen und klaren Seen bevor wir uns weiter auf dem Weg nach Lake Louise und wieder zurück nach Banff machen. In Banff übernachten wir im Samesun Hostel wo wir das Zimmer mit Charles und Marilyn aus Montreal teilen. Die beiden wollen für einen Monat in Canada bleiben und sind mehr oder weniger auf Jobsuche. Wir sind schnell ins Gespräch gekommen und unternehmen einiges zusammen. Währen der Tage habe ich mir überlegt ein Auto zu kaufen und in Richtung Whitehorse und Dawson City auf zu brechen und Carmen möchte auf einer Farm arbeiten. So trennten sich unsere Wege schließlich, die Zeit miteinander bleibt in Erinnerung und so habe ich dann beschlossen mit Marilyn zurück nach Vancouver zu fahren und mich dort dann weiter nach einem Auto zu erkundigen.

Ein Auto habe ich recht schnell gefunden, dazu noch mein erstes Auto überhaupt. Ein Van ist es geworden wo ich es mir im Sommer auch im hinteren Abteil gemütlich machen kann *g*. (D.h. übernachten kann). Ich mag das Auto und so fahren wir (das Auto und ich ;))im Juli in Richtung Norden…

Wir haben jetzt Mai und es sind über 10 sehr schöne, vielfältige und unvergessliche Monate vergangen… was ich in der Zeit gemacht habe? Nun, ich habe auf zwei Farmen gearbeitet und gelebt, 4 Monate für einen Fotografen gearbeitet, den Winter im Yukon bei -35 Grad erlebt, die Nordlichter, Wale, Luchse, Elche, Adler, Bären, riesige Fische, Stachelschweine und vieles mehr gesehen, etwas Alaska und vor allem dem Yukon erkundet, die Weiten der Tundra im Sommer und Winter gemeistert, Eis Road Truckern auf meinem Weg zur Beauford Sea geholfen und einen Kurzurlaub in Mexico gemacht.
Nun sitze ich wieder in Vancouver in einem shared-house und weiß das mein Flieger in 2 Tagen zurück nach Deutschland geht… Zwiegespalten in meinen Gefühlen kann ich sagen ich bin gewachsen.