Domenik (20) aus Hannover

Nach zwei Tagen Flug bin ich in Auckland angekommen, begrüßte mich erst einmal der Regen. Die trübe Stimmung und Müdigkeit verflog aber schnell als mich die freundlichen Mitarbeiter von WorknHoliday, der Partnerorganisation von Adventur, herzlich Begrüßten und es die Einführung in die neuseeländische Kultur und Lebensweise gab.

Mit Steuernummer und Bankkonto schnell und unkompliziert ausgestattet ging es nach ein Paar Tagen auf die erste Reise gen Norden zum Cape Reinga wo das tasmanische Meer aus dem Westen mit dem Pazifischen Ozean aus dem Osten zusammentrifft. Auf der Reise hatte man auch gleich die Möglichkeit erste „activities“, wie die outdoorbegeisterten Neuseeländer das nennen, zu erforschen. In Paihia auf Delphintour und am 90Mile Beach beim Sandboarding die Düne hinunter. Auf der Nordinsel gibt es auch die schönsten Strände und Buchten, die mich schnell den Stress und die Hektik Deutschlands vergessen ließen.

Das Highlight der Nordinsel ist und bleibt für mich das Tongariro Crossing im Tongariro Nationalpark, eine 19.4km lange und 8h andauernde Wandertour durch Vulkanlandschaften, vorbei am „Schicksalsberg, Mt. Doom“ aus „Herr der Ringe“ mit atemberaubenden Ausblicken vom 1.967m hohen Mt. Tongariro.

Weiter ging es nach einem Zwischenstopp in Auckland Richtung Wellington, wo ich 7 Monate blieb und neben einigen Gelegenheitsjobs, hauptsächlich im Te Papa Museumscafe gearbeitet habe. Eine perfekte Arbeitsstelle um nicht nur Neuseeländer und Maori Kultur kennenzulernen, sondern auch Freunde aus der ganzen Welt zu finden.
Mit ein paar verdienten Neuseelanddollar, ging es im April endlich auf die Südinsel, die einen ganz anderen Charme im Vergleich zur Nordinsel hat. Mit ihren rauen Küsten und beeindruckenden Fjorden, sowie dem süßen Skiörtchen Queenstown erlebt man eine andere Seite Neuseelands. Weitere Activities wie Rockclimbing, kraxeln auf dem Gletscher und Whalewatching folgten.
Der Nähe halber ging es im Mai nach der kalten Südinsel ins noch warme Australien und auf die Fiji Inseln. Neben Sydney und Melbourne zog es mich ins rote Zentrum Australiens, das mir ein einmaliges und wohl einzigartiges Naturschauspiel bot: eine nach Jahrzehnten der Trockenheit durch starke Regenfälle ergrünte Wüste, die dem Farbschauspiel bei Sonnenuntergang und –aufgang am Ayer’s Rock in nichts nachstand.
Auf den Fiji Inseln gab es dann für mich türkisblaues und badewannenwarmes Wasser und freundliche Einheimische die uns mit Kokosnuss-knacken und Tanzshows die Zeit versüßten.

Mein Abenteuer rundete ich schließlich nach nochmaligem Arbeiten im Museumscafe mit meinem persönlichen Highlight des Auslandsjahres, der USA, ab. Im reiste ins sonnige Kalifornien und ging auf Starfang in L.A. und entkam erfolgreich von Alcatraz ;). In Las Vegas ging ich auf Mördersuche bei einer Mystery Tour mit interessanten Locations, die neben spannenden Rätseln auch einige Überraschungen parat hält und die ich Krimi Fans nur empfehlen kann. Als frisch gebackener „Master Detective“ ging es für mich dann weiter zur letzten Station nach New York. Central Park, Rockefeller Center, Times Square, Harlem und am letzten Abend ein Livekonzert im Jazzclub machten es mir schwer wieder nach Deutschland zurückzukehren.

Mit tausenden von Fotos, Eindrücken, vielen neuen Freunden und einem gestärkten Selbst kam ich am 21. August wieder in Frankfurt an und war froh zuhause ein eigenes Bett mit eigenem Bad vorzufinden, ein Luxus ohne gleichen, wenn man fast ein ganzes Jahr in Hostels verbringt. Aber auch dies ist eine der zahlreichen Erfahrungen, die einen ein Leben lang prägen.

Zum Schluss möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei der Organisation bedanken, die mich auch länderübergreifend wunderbar unterstützt hat. Guter Job! 8D